Gerhard Fuchs
Designer
Die Vielfalt der Werkzeugmacher. Silhouette als zweite Familie. Internationale Designauszeichnungen.
Werkzeugmacher dürfte so etwas wie ein Sprungbrett bei Silhouette sein. Das denke ich mir öfter, wenn ich mit Kollegen spreche, denn es sind gar nicht so wenige im Unternehmen, die ganz unterschiedliche Karrieren gemacht haben nach einer Werkzeugmacherlehre. Mein Weg war zwar nicht in dieser Art geplant, wurde mir aber vom Unternehmen – nachdem die Unternehmensleitung mein Talent erkannt hatte – ermöglicht. Natürlich wollte ich Werkzeugmacher werden, als ich 1981 als 15-jähriger bei Silhouette begann. Dass ich nun Designer bin, hätte ich mir damals nicht gedacht, erfüllt mich aber heute jeden Tag aufs Neue. Meine Lehre hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe sie abgeschlossen. Gezeichnet, gemalt und skizziert habe ich immer schon viel – auch in der Firma. Und das ist meinen Vorgesetzten aufgefallen.
Und so führte mich mein nächster Weg nach Pforzheim, wo ich das „Design-Handwerk“ erlernte – unterstützt von Silhouette. Seit meinem Eintritt ins Designteam 1990 gibt es kaum eine Brillen-Kollektion von Silhouette oder adidas eyewear, die nicht auch meine Handschrift trägt.
Prägend für das Unternehmen wie für die Marke Silhouette – und natürlich für mich als Designer – war die Einführung der Brille Titan Minimal Art, die seit beinahe zehn Jahren das Markenbild von Silhouette prägt. Das war ein echter Meilenstein im Brillendesign, als wir die leichteste Brille der Welt, ohne Schrauben und ohne Scharnier präsentierten. Da haben wir die Brille irgendwie neu erfunden. Und das wissen seitdem Millionen von Brillenträgern zu schätzen – sogar die NASA Astronauten. Ich glaube, das war auch für mich als Designer so etwas wie eine Sternstunde.
Sternstunden habe ich aber auch seither öfter. Schließlich schaffen wir es immer wieder, die typische Silhouette Designsprache zu sprechen und neue Brillenmodelle zu kreieren. Und dank unserer Kollegen werden diese umgesetzt, produziert und verkauft. Das ist auch dadurch möglich, weil man bei Silhouette, ähnlich wie in einer Familie denkt und fühlt, zumindest habe ich dieses Gefühl nach mehr als 25 Jahren bei Silhouette.
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